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Förderung aus dem Regionalbudget für die SoLaWi – Guter Grund

Förderung aus dem Regionalbudget für die SoLaWi – Guter Grund

Förderung aus dem Regionalbudget für die SoLaWi – Guter Grund

Der Verein Bio-vegane SoLaWi – Guter Grund e.V. wurde 2021 mit guten 10.000 Euro für den Aufbau von Infrastruktur gefördert. Hierfür möchten wir uns bei den Geldgeber*innen, der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Hessen sowie der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH, herzlich bedanken.

Ziel des Infrastrukturaufbaus ist, den tierfreundlichen, biologischen und solidarischen Anbau von Gemüse im Sinne der Nachhaltigkeit auszuweiten, resilienter aufzustellen und effizienter zu gestalten. Damit stärken wir auch die regionale Versorgung mit Gemüse. Konkret verbesserten wir durch die Förderung die Infrastruktur des Vereins wiefolgt:

  • Der Folientunnel ermöglicht uns, ein breiteres Angebot an Gemüse zu schaffen und die Anbauperiode über die Saison zu verlängern. Damit wird die regionale Versorgung mit biologischem Gemüse gefördert. Da er rollbar ist, trägt er zu einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung bei.
  • Der Bewässerungswagen stellte ein (im Gegensatz zu dauerhaft ausgelegten Tröpfchenschläuchen) gegenüber den Angriffen von Krähen und Mäusen resilienteres Bewässerungssystem dar. Dies gewährleistete durchgehend eine Bewässerung der Kulturen wenn notwendig.
  • Der Einachser mit Fräse und Mulcher ermöglichten uns, durch Mechanisierung verschiedene Arbeitsschritte in der Feldarbeit effizienter zu gestalten und entlastet die Angestellten. Des Weiteren kann so auf Pflügen verzichtet werden, was zur Bodenfruchtbarkeit beiträgt.
  • Der Zaun verhinderte, dass Tiere (wie Rehe und Hasen) das Feld betraten und Fraßschäden verursachten. Im Gegensatz zur Jagd ist diese Art des Kulturschutzes tierfreundlich. Da wir 2021 die Anbaufläche erweiterten, musste dementsprechend auch der Zaun erweitert werden.

Insgesamt trugen die geförderten Maßnahmen essenziell dazu bei, dass in der diesjährigen Saison 100 Haushalte mit bio-veganem Gemüse regional versorgt wurden.

Das Feld der Bio-veganen SoLaWi – Guter Grund (2021)

Gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).

Guter Grund als Vorbild für die Gründung von SoLaWis in Bremen – ein Bericht von Leon Kallus

Guter Grund als Vorbild für die Gründung von SoLaWis in Bremen – ein Bericht von Leon Kallus

Leon Kallus hatte uns im Rahmen eines Seminars mit dem Titel „Praxis der Politik – Klima- und Nachhaltigkeitspolitik“ kontaktiert, das er in seinem internationalen Politikmanagment Studiengang belegt hat.
Monika und Wolfgang aus dem Vorstand haben Leon Rede und Antwort gestanden und viele Fragen grundsätzlich zu Solidarischen Landwirtshaften aber auch konkret zu unserer Solawi beantwortet. Daraus entstand ein lesenswerter Bericht „Guter Grund als Vorbild für die Gründung von SoLaWis in Bremen“, den wir gerne mit Euch teilen wollen.
Es ist desweiteren angedacht diesen sowie weitere Berichte, die im Rahmen des Seminars entstanden sind, zusammenzustellen und der Enquetekommission „Klimaschutzstrategie für das Land Bremen“ vorzulegen.

Wir im Bio-Einkaufsführer Wetterau

Wir im Bio-Einkaufsführer Wetterau

Der Wetterau Kreis hat einen Bio-Einkaufsführer herausgegeben, in dem wir als bio-vegane Solawi natürlich nicht fehlen dürfen.

Über diesen Link werdet ihr direkt zum dem Dokument geleitet: Bio-Einkaufsführer Wetterau

Auch sind wir unter der Rubrik Solidarische Landwirtschaften zu finden.

Ernteanteile für 2021 – Infoveranstaltung am 17.01.2021

Ernteanteile für 2021 – Infoveranstaltung am 17.01.2021

Seit März 2020 baut die „SoLaWi“ Guter Grund e.V. frisches Bio-Gemüse in Wölfersheim an.

Das Besondere daran: Die Mitglieder des Vereins tragen die Kosten wie Pacht, Löhne für GärtnerInnen, Saatgut etc. gemeinsam und teilen sich den gesamten Ernteertrag. Eine Mitgliedschaft gilt für jeweils ein Jahr. Der monatlich anfallende Beitrag wird jährlich im Januar durch ein Bieterverfahren neu „ausgehandelt“. Dieses Jahr wird es online mit Hilfe einer Umfrage durchgeführt. Dabei bietet jedes Mitglied den Beitrag nach eigenen Ermessen und eigenen finanziellen Möglichkeiten. Zur besseren Einschätzung wird vorab das erforderliche Jahresbudget und der Richtwert, der 2020 bei ca. 80€ lag, vorgestellt. Weitere Infors findet Ihr auf unserer FAQ-Seite.

Bereits in diesem Jahr konnten 67 zufriedene Mitglieder das frisch geerntete Bio-Gemüse wöchentlich in den 7 Depots in Frankfurt und Wölfersheim abholen und sich von dem tollen Geschmack überzeugen.

Wer mag kann vor Ort miterleben, wie das Gemüse heranwächst. Wer Zeit und Lust hat, darf gerne auch mithelfen – aktives Mithelfen ist gewünscht, jedoch stellt es keine Bedingung für die Mitgliedschaft dar.

Die Zertifizierung durch den Bioland-Verband, wie auch der bio-vegane Ansatz des Projektes, gewährleisten einen umwelt-  und tierfreundlichen Anbau.

Schon im kommenden Jahr will die SoLaWi wachsen, sodass weitere Ernte-Anteile vergeben werden können. Wer an einer Mitgliedschaft interessiert ist, kann uns sehr gerne über das Kontaktformular schreiben.

Zur näheren Vorstellung der SoLaWi und der Beantwortung aller Fragen wird es im Januar eine online Infoveranstaltung geben und zwar am 17.01.2021 um 16 Uhr. Wenn Ihr dabei sein wollt, meldet Euch gerne ebenfalls via Kontaktformular bei uns.

Jahresrückblick 2020

Der Acker und das erste Anbaujahr – So lief’s aus gärtnerischer Sicht

Dank eines vergleichsweise guten Bodens und dem Zugang zu Brunnenwasser standen uns zwei wichtige Grundpfeiler für den Gemüseanbau, welcher doch insgesamt recht wasser- und nährstoffintensiv ist,  zur Verfügung. Gedüngt haben wir nur sehr sparsam (nur die frühen Kohlsätze und die Tomaten/Paprika) mit einem Pilz-Dünger, der als Nebenprodukt bei der Penicillinherstellung abfällt (und frei von Penicillin ist!), und mit welchem wir sehr zufrieden waren.
Im Großen und Ganzen entstand der Eindruck, dass das meiste gut gedeiht, besonders Kohlarten schienen sich auf dem Boden wohl zu fühlen. Möhren und Pastinaken wuchsen zwar auch gut, sind aber händisch eher mühsam aus dem schweren Boden herauszuholen. An manchen Stellen traten starke Verdichtungen auf. Langfristig wäre wünschenswert, den Boden durch Gründüngungsmaßnahmen und evtl. mit Mulch in seiner Struktur und Närstoffverfügbarkeit zu verbessern. Weiteres Ziel ist, den recht hohen Druck der Ackerbegleitflora – v.a. Gemeine Melde und Hirse – langfristig einzudämmen.

Die windoffene Lage der Fläche hat mehr den GärtnerInnen als den Pflanzen zu schaffen gemacht, immerhin. Ansonsten war das Wetter insgesamt verhältnismäßig im Rahmen. Extreme Phasen von Hitze oder Trockenheit fielen deutlich kürzer als die letzten beiden Jahre aus. 

Alle gekauften Materialien wie Vliese, Kulturschutznetze, Schläuche, Geräte wie Radhacke oder die Hand-Sä-Maschine waren sinnvolle Investitionen, die im Arbeitsalltag verwendet wurden.
Leider kam es durch die Krähen-Problematik zu massiven Schäden an den Tröpfchenschläuchen, welche wir nun fast komplett entsorgen mussten. Das ist aus ökologischer wie finanzieller Sicht sicherlich sehr zu bedauern. Gleichzeitig zeigt sich hier, welchen Schwierigkeiten man in der Landwirtschaft bzw. im Gartenbau ausgesetzt sein kann. Im Normalfall muss die/der Gärtner/LandwirtIn das irgendwie alleine wieder ausbaden.
Obwohl es ein extremer Stress- und Zeitfaktor war (schließlich waren die Schläuche irgendwann so kaputt, dass wir viele Kulturen nicht mehr gescheit bewässern konnten > z.B. die Landgurken sind eingegangen, außerdem haben die Krähen auch Jungpflanzen zerstört und manches erntereife Gemüse zerhackt) – es kam letztlich nie zu einem Totalausfall. Es ist uns trotz allem gelungen, seit Mai jede Woche 67 Anteile mit meist 5 oder mehr verschiedenen Gemüsearten an 7 Depots auszuliefern. Die Verteilung, also das Kommissionieren der Ernte, stellte dabei einen beachtlichen Zeitfaktor der gärtnerischen Tätigkeiten dar.

An Schädlingen hatten wir massiven Druck von der mehligen Kohlblattlaus, sowie von verschiedensten Mäusen und auch Ratten. An Krankheiten war vor allem der falsche Mehltau sehr präsent. Auch Kohlweißling und Kohlfliege waren ordentlich vorhanden und haben ihre Spuren hinterlassen, wie z.B. am Blumenkohl. Und natürlich die Krähen…. Einzig Schnecken waren zum Glück gar kein Thema.
Wir haben in diesem ersten Jahr komplett auf den Einsatz biologischer Pflanzenschutzmittel und Schädlingsfallen verzichtet, um erst einmal zu beobachten. Ziel für das kommende Jahr soll sein, besser und frühzeitiger auf die bekannten Schwierigkeiten – auf möglichst tierfreundliche Weise – zu reagieren bzw. die Kulturen besser zu schützen. Bsp.: Bewässern über einen Bewässerungswagen, welcher nicht wie Tropfschläuche anfällig gegenüber Krähenpickschäden ist.

Gemüsegärtner_in gesucht!

Der Bio-vegane SoLaWi – Guter Grund e.V. sucht für unseren
Produktionsstandort in 61200 Wölfersheim zum 01.03.2021
eine_n Gemüsegärtner_in (m/w/d) in Teilzeit (50%)

Der Bio-vegane SoLaWi – Guter Grund e.V. ist ein Verein, welcher den Zweck hat, ökologischen und tierfreundlichen Anbau solidarisch zu unterstützen. Das bedeutet, dass die Mitglieder die Kosten des bio-veganen Gemüseanbaus auf einer festgelegten Fläche tragen – ganz gleich, wie die Ernte ausfällt. Diese wird in Form von Ernteanteilen auf die Vereinsmitglieder gleichmäßig aufgeteilt.
Der Betrieb, von dem das Land und die Infrastruktur gepachtet werden, wie auch die Angestellten erhalten so finanzielle Sicherheit. Des Weiteren ermöglichen wir Geringverdienenden, an den Vereinstätigkeiten teilzuhaben. Im Jahr 2021 wird auf einer Fläche von ca. 1 ha Gemüse angebaut. Die
Anbauflächen befinden sich in Wölfersheim (Hessen). Für das kommende Jahr suchen wir deshalb noch eine weitere Person, die unser Anbauteam (aktuell bestehend aus zwei Personen) unterstützt.

Wir suchen deshalb eine_n engagierte_n Gemüsegärtner_in für folgende Aufgaben:

  • Verantwortung über den Gemüseanbau im Freiland,
  • Bodenbearbeitung, Saat-/Pflanzbeetbereitung, Düngung,
  • Sä- und Pflanzarbeiten, Hack- und Pflegearbeiten im Freiland,
  • Ernte- und Aufbereitung,
  • Planung der Ernteanteile,
  • Auslieferung der Ernte an Depots per Lieferwagen.

Wir wünschen uns:

  • eine abgeschlossene Ausbildung als Gemüsegärtner_in idealerweise mit Berufserfahrung,
  • Leidenschaft für den Bioanbau,
  • die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen und selbstständigen Planen und Arbeiten,
  • Kooperations- und Teamfähigkeit,
  • Bereitschaft zur Anpassung an saisonale Arbeitszeiten,
  • Besitz Führerschein Klasse B sowie idealerweise Erfahrung im Umgang mit gärtnerischen Maschinen

Wir bieten einen übertariflichen Lohn von 16,73€ pro Stunde (Arbeitnehmer_innenbrutto) sowie ein gemeinschaftliches Arbeiten im Team auf Augenhöhe. Der Arbeitsvertrag ist auf ein Jahr befristet. Eine Verlängerung wird angestrebt.

Wir freuen uns über schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (als PDF) idealerweise bis zum 31.01.2021 an info@solawi-gutergrund.de Jegliche personenbezogene Daten werden gemäß unserer Datenschutzordnung
(https://www.solawi-gutergrund.de/datenschutzordnung/) vertraulich behandelt.
Stellenausschreibung in PDF zum Weiterleiten

Weißkohl-Rettungsaktion

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) betreibt in Ober-Erlenbach ein Versuchsfeld, wo auch der bio-vegane Anbau erprobt wird. So wurde dort dieses Jahr u.a. Weiß- und Rotkohl bio-vegan angebaut. Der Kohl wuchs toll heran und war im Oktober bereit für die Ernte, doch Abnehmer konnten sich nicht so recht finden für die ca. 5 Tonnen Kohl. Für die Hersteller von Sauerkraut wohl eine viel zu kleine Abnahmemenge, für den Einzelhandel nicht schön und einheitlich genug. So musste der Kohl weg.

Kurz vor dem Unterpflügen erfuhren wir über unser Netzwerk von dieser tollen Möglichkeit, unsere Mitglieder mit Kohl zu versorgen. So wurde kurzerhand ein Aufruf gestartet und es meldeten sich tatsächlich einige fleißige Mitglieder, die sich mutig dem Kohlfeld entgegenstellten. Spontan wurde ein Anhänger organisiert sowie zwei Kombis vollgepackt. Hochrechnungen haben ergeben, dass ca. 1 Tonne Kohl geerntet wurde, der dann in die Depots Wölfersheim und Nieder-Erlenbach zur Zwischenlagerung gebracht wurde. Von dort aus wurde in den kommenden Wochen die Verteilung durch unser Gartenteam organisiert, in dem der Kohl dem wöchentlichen Gemüseanteil vom Wölfersheimer Feld beigemischt wurde.

Die Entlohnung für das Helfer*innen-Team war das gute Gefühl, Teil einer Lebensmittelrettungsaktion zu sein 🙂 sowie ein unfassbar leckerer Kuchen, der von Monika gebacken wurde, vielen Dank dafür und natürlich für die tatkräftige Unterstützung aller an der Aktion Beteiligten! Der Kohl war im Übrigen geschmacklich auch nicht zu verachten 🙂

Für Abnahme der restlichen Menge wurden zahlreiche Vereine und Organisationen u.a. auch von unseren Mitgliedern kontaktiert und so konnte tatsächlich der meiste Kohl gerettet werden 🙂

Für nächstes Jahr nimmt die bio-vegane Solawi Guter Grund neue Mitglieder auf, meldet Euch gerne via Kontaktformular, wenn Ihr ebenfalls Teil einer tollen Gemeinschaft werden und an einem unserer 7 Depots Euren Bio-Gemüseanteil wöchentlich abholen wollt!