Über uns

Seit 2020 produzieren wir auf einem Hektar Ackerland in Wölfersheim (Adresse: Am Heiligenstock, 61200 Wölfersheim) zwischen 30 und 40 verschiedene Gemüsekulturen. Unser Anbau ist Bioland-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006) und wird mit pflanzlichen Düngemitteln durchgeführt. Die Anzahl der Ernteanteile bewegt sich je nach Jahr zwischen 70 und 100. Meist teilen sich zwei Personen einen Anteil. Die Mitglieder können ihr Gemüse aus Depots in Wölfersheim, Frankfurt und Offenbach abholen. Details zu den Abläufen findet ihr auf unserer FAQ-Seite. Zudem ist der Anfang 2016 gegründete Verein Mitglied im Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und hat pachtet ein Kleingartengrundstück in Frankfurt, welcher primär als Sozialfläche genutzt wird, aber auch Raum für eigene Anbauversuche durch Mitglieder bietet.

Selbstverständnis

  • Solidarität untereinander und mit unserem Umfeld
  • respektvoller, emanzipatorischer und herrschaftsfreier Umgang
  • transparente Kommunikation untereinander
  • Verbindlichkeit durch regelmäßige Treffen
  • Entscheidungen werden im Konsent getroffen
  • Achtung von Menschen- und Tierrechten sowie demokratischer Prinzipien
  • jegliche Form der Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab
  • nicht-konfessionell und parteipolitisch ungebunden

Auf Grundlage dieses Selbstverständnisses sind alle Menschen – egal welcher Ernährungsform – willkommen, uns bei der Umsetzung der bio-veganen SoLaWi zu unterstützen.

Unsere Satzung: Hier kannst du unsere vollständige Satzung lesen.

Unsere Selbstverwaltungsordnung: Hier kannst du unsere vollständige Selbstverwaltungsordnung lesen.

Motivaton und Konzept

In der heutigen Gesellschaft werden aufgrund des herrschenden Preisdrucks Lebensmittel unter prekären Arbeitsbedingungen, in Monokulturen und unter Einsatz von Mineraldünger, Pestiziden sowie Gülle produziert. Die Folgen dieses Systems sind neben unglücklichen Menschen und einer Verringerung der Biodiversität auch ausgelaugte Böden und nitratbelastete Gewässer. Auch vor dem Hintergrund des absehbarem Endes der Mineraldüngerherstellung hat eine solche Nahrungsmittelerzeugung keine Zukunft. Einen Weg die Gemüse sozial, ökologisch und so tierfreundlich wie möglich zu produzieren, ist die bio-veganen solidarischen Landwirtschaft.

Die bio-vegane Landwirtschaft ist eine umwelt- und bodenschonende Wirtschaftsweise, welche die Nahrungsmittelversorgung langfristig sichert:

  • Vielseitige Fruchtfolgen und Mischkulturen unterstützen Biodiversität sowie Bodenfruchtbarkeit und wirken präventiv gegen sogenannte ‚Schädlinge‘.
  • Nährstoffe gelangen über Gründüngung, den Anbau von N-bindenden Leguminosen sowie dem Einbringen von Kompost und pflanzlichen Düngemittel in den Boden. So wird auch keine Tierausbeutung unterstützt.
  • Zudem orientieren wir uns am Market Gardening-Prinzip, das über eine dichtere Bepflanzung auf schmalen Beeten möglichst flächeneffizient Gemüse produziert und gleichzeitig mittels einer ständigen Bodenbedeckung durch Mulch die klimakühlende Humusschicht erhält.

Außerdem steht die solidarische Landwirtschaft für angemessene Löhne, Planungssicherheit und gesellschaftliche Teilhabe: 

  • Das erste solidarische Prinzip ist die Solidarität mit dem Betrieb. Es besteht darin, dass die Kosten der Landwirtschaft von den Mitgliedern des Vereins getragen werden – egal, ob die Ernte gut oder schlecht ausfällt. Die Landwirtschaft und nicht das einzelne Lebensmittel wird finanziert. Im Gegenzug wird der Ernteertrag unter den Mitgliedern gleich aufgeteilt. 
  • Das zweite solidarische Prinzip ist die Solidarität unter den Mitgliedern. Die Kosten der Landwirtschaft werden durch den monatlichen Mitgliedsbeitrag der aktiven Mitglieder gedeckt. Um auch Geringverdienenden die Möglichkeit zu bieten, an der SoLaWi teilzuhaben, gibt es keinen festen Mitgliedsbeitrag, sondern wir individuell über die Bieterunde festgelegt.